Oberstaatsanwalt gibt Kampf gegen dokumentierten Kindesmissbrauch auf

September 2, 2009

Während Frau von der Leyen damit beschäftigt ist mit symbolträchtiger aber wirkungsloser Politik gegen die Verbreitung von dokumentiertem Kindesmissbrauch zu agieren, sich beratungsresistent gegenüber fachmännischer Kritik zeigt und die Kritiker auf unterstem Niveau dämonisiert, sieht die Realität im Kampf gegen die Verbreitung von dokumentiertem Kindesmissbrauch trübe aus:

Das Abendblatt schreibt: “Der Leiter der Zentralstelle im Kampf gegen Kinderpornografie in Sachsen-Anhalt, Oberstaatsanwalt Peter Vogt, hat den Generalstaatsanwalt um seine Entbindung von dieser Funktion gebeten.” [Quelle] Der Grund hierfür ist schlicht und einfach: wegen Personalmangels bei der Polizei können die Beweismaterialien nicht schnell genug ausgewertet werden, Vogt wirft frustriert das Handtuch.

Vielleicht stimmt es ja tatsächlich, dass (wie natürlich nur üble Zungen verlauten lassen) Frau von der Leyen die vergewaltigten Kinder im Prinzip scheissegal sind, solange sie sich mit einem plakativen Thema vor die Öffentlichkeit stellen und Aktivismus heucheln kann. Anders fällt es schwer zu verstehen warum nicht mit Hochdruck daran gearbeitet wird, wirksame Lösungen im Kampf gegen den Missbrauch zu finden. Das fängt z.B. damit an die entsprechenden Stellen ordentlich zu besetzen. Aber vielleicht kostet dies dem Staat einfach zu viel Geld.

Erlaubt ist was Wählerstimmen bringt, zuerst kommt die Macht, dann die Moral.

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Ein paar Links und Informationen zum Thema Kinderpornographie und Internetzensur [updated]

May 10, 2009

Wie kann man denn dagegen sein, dass der Zugang zu Kinderpornographie im Internet gesperrt wird? Oder umgekehrt formuliert: Wie kann man denn dafür sein, dass der Zugang zu Kinderpornographie im Internet frei möglich. Diese Frage muss man sich wohl gefallen lassen, wenn man sich gegen Internetzensur ausspricht. Hat denn der Gesetzgeber nicht das Recht (und die Pflicht) die Verbreitung illegaler Inhalte nach Möglichkeit zu unterbinden? Und letzten Endes: was geht mich dass an? Ich will mir doch eh keine Kinderpornos angucken, also werde ich ja nicht in meiner Freiheit eingeschränkt.

Die Fragen sind legitim, zeugen aber meiner Ansicht nach von einer deutlichen Unverständnis davon wie 1.) das Internet funktioniert und 2.) ein Rechtsstaat funktioniert (wobei ich zu 2. anmerken muss: IANAL, I am not a lawyer, ich lasse mich hier also gerne von Juristen korrigieren :)).

Hier ein paar Gedanken und Knackpunkte zum Thema:

  1. Kinderpornographie im Internet lässte sich sehr einfach bekämpfen: Schaltet die Server ab! Der generelle Ausrede auf politischer Ebene ist hier, dass der Großteil der KiPo-Server in Ländern steht in denen kein strafrechtlicher Zugriff auf die Betreiber möglich ist! Das ist entweder schlecht recherchiert, oder glatt gelogen. Scusi vom scusiblog hat sich mal die Mühe gemacht und KiPo-Filterlisten aus Australien analysisert. Ergebnis: der Großteil der geblockten Anbieter ist in den USA, Deutschland, Niederlande, Kanade und Australien angesiedelt. D.h. zwei Anrufe (einer beim Staatsanwalt und einer beim Provider) würden langen und der Dreck wäre aus dem Internet entfernt und die Hintermänner auch gleich im Käscher. Link: https://scusiblog.org/?p=807 Read the rest of this entry »

This dude makes me angry…

March 16, 2009

For clarification: I do believe that God created different genders for a reason. Men and women are biologically and emotionally different, no matter how many gender ethics classes are going to try to convince me otherwise. I believe it’s a good thing if men treat women with respect and treat them as women. I would consider myself to be moderately “gentleman-like” when it comes to cultural standards such as holding doors open, taking the side closer to the road when walking at the road, a tradition which historically does not stem from the danger of the woman being hit by a car (that would have actually been a carriage some centuries years ago) but from the simple fact, that the guy would be the one who gets dirty if aforementioned carriage would pass with high speed, spinning its wheels through the occasional puddle of shit & piss (I’m sorry for the graphic description and the choice of words, but that’s the way life is) that you would frequently have found in cities around 1753, a period of time where Mr. Driscoll might have felt very much at home if it weren’t for those stupid wigs. But even so, better me than her anyhow. Guys have strong body odor anyway. Fun little fact: when entering a restaurant, guys are actually supposed to enter first (to protect the lady from unseen dangers that might lurk behind the door) a tradition that has been long forgotten and abandoned by most gentleman… sad story that is. If however, the restaurant has a glass door, the lady walks in first. Anyway, this is about Driscoll, not the particulars of chivalry.

My thoughts on the videos:

  • Could people please stop trying to support their distorted gender views by forcing biblical passages to say something which they actually don’t do? I’ll let a real theologian (unlike me) speak to analyze Marks exegesis: “I’ll try to be careful here… but there really isn’t a way to balance this out. I think I need to just come right out and say: The exegesis displayed here is just plain awful. (source: bob.blog)”
  • There are many ways to “provide for ones own”. Staying home, taking care of the kids, cooking, cleaning, etc… there might be the time when circumstances demand that this is the way to do this for a man. Basically calling stay-home-dads lazy do-no-gooders who are being irresponsible towards their divinely ordained duty bears no scriptural support and borders on spiritual abuse. Administering church discipline to such men, is simply driving away men who take responsibility for their family. Mark Driscoll is preaching to thousands who suck in that stuff and believe it.
  • Someone please tell me he is kidding about the room mates… someone please tell me he is kidding about the phone call… driving 5 hours because she forgot to call seems creepy enough but is somewhat understandable, if you are young, concerned and in love. I had similar thoughts, too (not because she didn’t call, but because I missed her). Knocking on the door and leaving after “just checking” if everything is alright?? What is wrong, he just spent 5 hours behind the wheel, he might at least take a walk with the girl.
  • While I can easily dismiss the last point as highly exaggerated long distance relationship anecdotes, one thing really creeps me out: Mark Driscoll is filtering his wife’s email. This doesn’t mean that he just set up an email filter for her (which would be ok, apparently it’s mostly the guys who are tech-savvy enough for that kind of stuff). But he is also reading anything that is not on the whitelist filter he set up for her! Is he also opening her mail? Reading her short messages? Taping her phone calls?
  • This is not about Mark Driscoll in particular, even though his statements make me angry. I know there are a lot of guys out there who think and act the way Mark does and a lot of girls dig the way these men behave and confuse it with chivalry. It is a sad thing to see.

Wie praktisch…

March 5, 2009

http://www.heise.de/newsticker/Bueros-des-SPD-Abgeordneten-Tauss-durchsucht–/meldung/134048

Es ist schon interessant, dass ein erklärter Gegners von Internetzensur plötzlich aufgrund vager Verdachtsmomente in das Visier staatlicher Ermittlungen gerät. Ich bin ja generell kein Freund von Verschwörungstheorien, aber der Fisch stinkt gewaltig und der Gestank scheint nicht aus Herrn Tauss Büro zu kommen. Eventuell könnte bereits der Verdachtsmoment auslangen um Herrn Tauss und Kritiker die ähnlich gegen Frau von der Leyens und Herrn Schäubles Spinnereien argumentieren mundtot zu machen und unter Generalverdacht zu stellen.

My 2 cents zu der Sache:

  1. Unschuldsvermutung gilt weiterhin! Auch wenn Springer und ähnliche Hetzmedien das wahrscheinlich nicht so gerne hören.
  2. Herr Tauss hat sich wiederholt kompetent und informiert geäussert wenn es um technische Aspekte des Datenschutzes ging. Liebe Staatsanwaltschaft, ich bin mir recht sicher, dass Herr Tauss nicht so einen dämlichen Fehler macht und von einem Handy, dass auf seinen Namen registriert ist eine SMS an einen Kinderporno-Dealer schickt. Vor allem nicht in den Zeiten von VPN-Tunnels, TOR und ähnlichem technischen Schnickschnack den Herr Tauss sicherlich kennt und zu bedienen weiss.

Update:

Die Vorwürfe gegen Herr Tauss haben sich anscheinend erhärtet und Herr Tauss ist von seinen Ämtern zurückgetreten. Genaueres weiss man aber auch nicht.


In den Christlichen Gästehäusern Hohe Rhön sind Gepa-Produkte nicht willkommen!

July 2, 2008

Die SMD und die Christlichen Gästehäuser Hohe Rhön in Bischofsheim erfreuen sich einer langjährigen, historisch gewachsenen Zusammenarbeit die der Leiter & Gründer der Gästehäuser, Fritz Schroth, immer sehr wohlwollend betont. Für Veranstaltungen der naturgemäß finanziell schwachen Hochschul-SMD (Studenten haben einfach nicht viel Geld) erhält die SMD sehr gute Konditionen damit die SMD-Studenten keine Niere verkaufen müssen um an Leiterschulungen und so Späßen teilzunehmen. Das ganze ist aber natürlich auch eine prestigeträchtige PR-Maßnahme für die Gästehäuser, SMD-Generationen sind kurz, dementsprechend viele christliche Studenten lernen die Gastfreundschaft der Gästehäuser kennen & schätzen und kehren wohl auch später wieder zurück, ob privat oder mit anderen Gruppen (wie zum Beispiel der Akademiker-SMD).

Aus diesem Grunde dachte ich auch, dass es kein Problem sein sollte, wenn wir von der Hochschul-SMD mal mit einer Sonderanfrage an das Haus herantreten. Wir hatten uns mit der Frage sozialer Verantwortung als Christen beschäftigt und im Zuge dieser Diskussion war es uns wichtig geworden, darauf zu achten, dass bei SMD-Veranstaltungen die konsumierten Produkte aus lokal & global sozialverträglicher Produktion stammen. Insbesondere bei Luxus- & Import-Lebensmitteln wie Schokolade und Kaffee ist uns das wichtig. Als exemplarische Maßnahme wollten wir eine Möglichkeit anbieten sich auf der SMD-Leiterschulung über Fairtrade-Produkte (in diesem Falle von gepa) zu informieren und eine kleine Auswahl (Schokolade & Knabbersachen) auch zu kaufen. Dies war im Jahr zuvor bereits schon mal durchgeführt worden und kam eigentlich recht gut bei den Teilnehmern der Veranstaltungen an, daher dachte ich, dass die diesjährige Anfrage kein Problem darstellen sollte, und schrieb eine kurze eMail an den Junior-Chef des Hauses, Stefan Schroth.

Die Antwort kam recht überraschend und war eine doch relativ rüde Zurückweisung. Herr Schroth Jr. teilte uns mit, dass die letztjährige gepa-Verkaufsaktion ein totaler Reinfall war und die Produkte sich nicht verkauften. Darüberhinaus seien die Produkte “teuer und haben eine sehr schlechte (Stiftung Warentest) Qualität – und der Geschmack lässt auch zu wünschen übrig.” (wörtliches Zitat, eine Pressemeldung zum Stiftung Warentest-Test gibts: hier). Mit einer Belehrung, dass es sicherlich sinnvollere Wege gäbe Zeichen für das Thema zu setzen bat Herr Schroth den Leitungskreis um Verständnis, dass die Gästehäuser keinen Verkauf der Produkte durchführen möchten. Ich musste bei dieser eMail erstmal schlucken. Eine Absage mit Verweis auf vertragliche Prinzipien hätte ich zwar schade gefunden, aber immer noch angemessen und verkraftbar. Eine schulmeisterliche Belehrung empfand ich schon als mittlere bis grobe Frechheit, beschloss aber nach Rücksprache mit den anderen Leitungskreismitgliedern noch einmal eine eMail zu schreiben und den Gästehäusern mitzuteilen, dass wir die finanziellen und organisatorischen Bedenken der Gästehäuser verstehen und den Vorschlag machen könnten den Verkauf der Produkte selbst zu organisieren und dann natürlich auch das finanzielle Risiko (das sich im 2-stelligen €-Bereich befunden hätte!) selbst zu tragen. Hierauf kam eine Mitteilung, dass der Verzehr & Verkauf mitgebrachter Lebensmittel prinzipiell nicht zulässig sei und dass die Gästehäuser insbesondere den Verkauf von gepa-Produkten nicht wünschen. Weitere eMails meinerseits, von denen eine zugegebenermaßen recht deutlich und ehrlich bezüglich meiner Meinung war, blieben unbeantwortet.

Sicherlich haben die Gästehäuser das Recht zu entscheiden welche Produkte sie unterstützen und welche nicht. Aber angesichts der Tatsache, dass sich Herr Schroth Sr öffentlich mit der Unterstützung des ökologischen & nachhaltigen Landbaus in der Hohen Rhön schmückt, die Bedeutung sozialpolitischen Engagements betont und dementsprechent hochrangige Polit-Lobby betreibt (so gehört auch unter anderem Herr Beckstein zu den besseren Freunden des Hauses) erscheint mir persönlich die Ablehnung unserer doch eher geringfügigen Anfrage höchst ambivalent. Besonders schade finde ich dies auch unter dem Aspekt, dass die SMD ein Gast ist, welcher in Bischofsheim auch Tagungen zur Thematik globale Armut veranstaltet. Ein Entgegenkommen bei inhaltlich begründeten Sonderwünschen wäre hier sicherlich angebracht.


What… who brings the babies???

April 26, 2008

Ok, the idiocy of Christian fundamentalism strikes again. This Ben Stein fellow (whoever he is, I have no clue) made a propaganda film documentary about how scientists who believe in intelligent design are “expelled” from the world of science. Apparently the movie is crap, the producer of the movie did a great disservice to any thinking Christian scientist and he even managed to come across as a hypocrite for his own alleged “freedom of speech” agenda by having a biologist who was featured in the movie expelled from the premiere… On top of that the blog-o-sphere has a new reason to (rightfully) poke fun at fundamentalists.


Informiert Wolfgang

January 10, 2008

Der gute Wolfgang (nicht der, der) hat ja bekanntlich als Minister nicht genug zu tun und sucht deswegen ein neues Hobby. Am liebsten würde Wolfgang wahrscheinlich Überwachungskameras auf unseren Bädern installieren und uns beim Duschen (und weniger sauberen Dingen) zugucken, damit er bei seinem neuen Hobby auch gleich überprüfen kann, ob wir Terroristen sind (dieser Satz macht ähnlich viel Sinn, wie Bundestrojaner auf Terroristen-Rechner einzuschleusen… und wenn wir gleich dabei sind auch noch bei Pädophilen… <cynic>und weils so schön praktisch ist kriegt jeder gleich einen vorinstalliert, irgend nen Dreck am Steck wird doch eh jeder haben und wenn net isses doch auch net weiter schlimm, oder?</cynic>). Wir können ihm bei dieser wichtigen Arbeit helfen und ihm Bericht über die Lage der Nation erstatten. Die Website informiert-wolfgang.de bietet hierfür höchst sinnvolle Vordrucke an. Also, wenn jeder einen Brief an Wolfgang schreibt wird Deutschland bestimmt sicherer.