Seid ihr noch am Weihnachtsgeschenke suchen?

December 16, 2009

Dann hab ich hier in einem kleinen Werbeblock genau das richtige für euch :).

Auf Artissimo verkauft ein guter Freund und Studienkollege von mir handgemachten Schmuck. Schaut mal rein, vielleicht findet ihr was schönes.

Netterweise hat mir Stivan auch ein paar freiwillige Selbstauskünfte zu seinen Kunstwerken gegeben :):

room2blog: Woher kommt der Name Artissimo?

Artissimo: Frei nach dem Motto ”wie der Schmuck so auch der Name” ist er eine Eigenkreation, sozusagen der Ausdruck der künstlerischer Superlative auf schlechtem Spanisch.

room2blog: Wie kamst du dazu Schmuck zu designen?

Artissimo: Reisen inspiriert. Ich bin viel durch Südamerika gereist und habe dort die Menschen, die Kunst und die Musik auf mich wirken lassen. Vielleicht hat eine gelegentliche Geldnot auch eine Rolle gespielt.

room2blog: Unter uns… Wirklich alles von Hand gemacht?

Artissimo: Todo hecho a mano, claro!


What matters more?

July 10, 2009

Was singen wir da eigentlich?

June 20, 2009

Vor kurzem habe ich mal wieder Musik im Gottesdienst gemacht und der geneigte Lobpreismusiker kennt das Problem: der Prediger oder Pastor hat oftmals einen leicht anderen Musikgeschmack und sucht natürlich nicht die eigenen Lieblingslieder für den Gottesdienst aus. Das ist natürlich legitim und auch richtig so, denn der eigene Geschmack ist natürlich nicht der letzte Maßstab allen Handelns. Doch gelegentlich liegt dann auch mal ein Text auf, der einem Bauchschmerzen bereitet. So auch vor kurzem wieder. Irgendwie hat meine Gemeinde das Lied “Multiply your Love” lieb gewonnen und so erklingt dieses Lied in regelmässigen Abständen in den Gottesdiensten. Das Problem dabei? Das Lied gehört (meiner bescheidenen Meinung nach) zu der Sorte Lied die einen unglaublichen gut gemeinten Ansatz hat, aber aufgrund einiger Formulierungen ins theologische Abseits läuft. Es dreht sich in dem Lied darum, wie wir als “Multiplikatoren” für Gottes Liebe zu den Menschen unterwegs und wie Gott durch unsere Worten und Taten seine Liebe ausgiesst… Read the rest of this entry »


In den Christlichen Gästehäusern Hohe Rhön sind Gepa-Produkte nicht willkommen!

July 2, 2008

Die SMD und die Christlichen Gästehäuser Hohe Rhön in Bischofsheim erfreuen sich einer langjährigen, historisch gewachsenen Zusammenarbeit die der Leiter & Gründer der Gästehäuser, Fritz Schroth, immer sehr wohlwollend betont. Für Veranstaltungen der naturgemäß finanziell schwachen Hochschul-SMD (Studenten haben einfach nicht viel Geld) erhält die SMD sehr gute Konditionen damit die SMD-Studenten keine Niere verkaufen müssen um an Leiterschulungen und so Späßen teilzunehmen. Das ganze ist aber natürlich auch eine prestigeträchtige PR-Maßnahme für die Gästehäuser, SMD-Generationen sind kurz, dementsprechend viele christliche Studenten lernen die Gastfreundschaft der Gästehäuser kennen & schätzen und kehren wohl auch später wieder zurück, ob privat oder mit anderen Gruppen (wie zum Beispiel der Akademiker-SMD).

Aus diesem Grunde dachte ich auch, dass es kein Problem sein sollte, wenn wir von der Hochschul-SMD mal mit einer Sonderanfrage an das Haus herantreten. Wir hatten uns mit der Frage sozialer Verantwortung als Christen beschäftigt und im Zuge dieser Diskussion war es uns wichtig geworden, darauf zu achten, dass bei SMD-Veranstaltungen die konsumierten Produkte aus lokal & global sozialverträglicher Produktion stammen. Insbesondere bei Luxus- & Import-Lebensmitteln wie Schokolade und Kaffee ist uns das wichtig. Als exemplarische Maßnahme wollten wir eine Möglichkeit anbieten sich auf der SMD-Leiterschulung über Fairtrade-Produkte (in diesem Falle von gepa) zu informieren und eine kleine Auswahl (Schokolade & Knabbersachen) auch zu kaufen. Dies war im Jahr zuvor bereits schon mal durchgeführt worden und kam eigentlich recht gut bei den Teilnehmern der Veranstaltungen an, daher dachte ich, dass die diesjährige Anfrage kein Problem darstellen sollte, und schrieb eine kurze eMail an den Junior-Chef des Hauses, Stefan Schroth.

Die Antwort kam recht überraschend und war eine doch relativ rüde Zurückweisung. Herr Schroth Jr. teilte uns mit, dass die letztjährige gepa-Verkaufsaktion ein totaler Reinfall war und die Produkte sich nicht verkauften. Darüberhinaus seien die Produkte “teuer und haben eine sehr schlechte (Stiftung Warentest) Qualität – und der Geschmack lässt auch zu wünschen übrig.” (wörtliches Zitat, eine Pressemeldung zum Stiftung Warentest-Test gibts: hier). Mit einer Belehrung, dass es sicherlich sinnvollere Wege gäbe Zeichen für das Thema zu setzen bat Herr Schroth den Leitungskreis um Verständnis, dass die Gästehäuser keinen Verkauf der Produkte durchführen möchten. Ich musste bei dieser eMail erstmal schlucken. Eine Absage mit Verweis auf vertragliche Prinzipien hätte ich zwar schade gefunden, aber immer noch angemessen und verkraftbar. Eine schulmeisterliche Belehrung empfand ich schon als mittlere bis grobe Frechheit, beschloss aber nach Rücksprache mit den anderen Leitungskreismitgliedern noch einmal eine eMail zu schreiben und den Gästehäusern mitzuteilen, dass wir die finanziellen und organisatorischen Bedenken der Gästehäuser verstehen und den Vorschlag machen könnten den Verkauf der Produkte selbst zu organisieren und dann natürlich auch das finanzielle Risiko (das sich im 2-stelligen €-Bereich befunden hätte!) selbst zu tragen. Hierauf kam eine Mitteilung, dass der Verzehr & Verkauf mitgebrachter Lebensmittel prinzipiell nicht zulässig sei und dass die Gästehäuser insbesondere den Verkauf von gepa-Produkten nicht wünschen. Weitere eMails meinerseits, von denen eine zugegebenermaßen recht deutlich und ehrlich bezüglich meiner Meinung war, blieben unbeantwortet.

Sicherlich haben die Gästehäuser das Recht zu entscheiden welche Produkte sie unterstützen und welche nicht. Aber angesichts der Tatsache, dass sich Herr Schroth Sr öffentlich mit der Unterstützung des ökologischen & nachhaltigen Landbaus in der Hohen Rhön schmückt, die Bedeutung sozialpolitischen Engagements betont und dementsprechent hochrangige Polit-Lobby betreibt (so gehört auch unter anderem Herr Beckstein zu den besseren Freunden des Hauses) erscheint mir persönlich die Ablehnung unserer doch eher geringfügigen Anfrage höchst ambivalent. Besonders schade finde ich dies auch unter dem Aspekt, dass die SMD ein Gast ist, welcher in Bischofsheim auch Tagungen zur Thematik globale Armut veranstaltet. Ein Entgegenkommen bei inhaltlich begründeten Sonderwünschen wäre hier sicherlich angebracht.


G’Bye Heidelberg, cya in a bit Freiburg

February 17, 2008

K, it’s official. I’m leaving Heidelberg the next semester. I got the affirmation from Uni Freiburg yesterday. This also means I have to find a new name for my blog… any suggestions are welcome.


On prayer

February 16, 2008

This is an article about praying I wrote for the SMD newsletter transparent, it’s in German, if someone feels like translating it into English, feel free :).

Wer betet hier noch?

_Leitungskreis der Hochschul-SMD beschäftigt sich mit Gebet

Stirbt das Beten in der SMD aus? Keine Angst, so schlimm wird es wohl nicht kommen. Doch wer die Semesterberichte der Hochschulgruppen in den letzten Jahren las, konnte leicht den Eindruck gewinnen, dass es um das Gebet in der SMD nicht gut bestellt ist. Aus vielen Gruppen kam das Feedback schwindender Teilnehmerzahlen bei regelmäßigen Gebetstreffen und der Wunsch, gemeinsame Gebetszeiten wieder stärker ins Gruppenleben hineinzunehmen. Aus diesem Grund haben wir (der LdH) die Thematik auf die Tagesordnung eines Leitungskreistreffens genommen.

Wie bei so vielen Glaubensfragen stehen wir auch bei der Frage nach dem Gebet vor einem scheinbaren Paradoxon und vielen ungeklärten Fragen. Wenn es Gott ist der wirkt warum sollen wir dann noch beten? Sind wir verantwortlich für die Missstände in unserem Umfeld, wenn wir nicht für sie beten? Oder noch überspitzter: Sind wir schuld, wenn ein Mensch, für den wir aufgehört haben zu beten, nicht erlöst wird? Kann man jemals „genug“ beten, und wie sieht ein lebendiges Gebetsleben denn überhaupt aus? Ist eine Gruppe die sich jeden Morgen mit 20 Mann zum Gebetsfrühstück trifft aktiver im Gebet, als eine Gruppe, in der dezentral und vielleicht spontaner in Zweierschaften gebetet wird? Mal Hand aufs Herz, wie sieht es eigentlich bei mir persönlich aus? Rede ich regelmäßig mit Gott oder liegt die Bibel mal wieder unter Uni-Büchern vergraben auf dem Schreibtisch?

Es ist wichtig sich diese Fragen regelmäßig zu stellen und sich auch selbst immer wieder zu hinterfragen. Doch wir haben festgestellt, dass das Gebet nichts ist, womit wir uns unter einen falsch verstandenen Leistungsdruck setzen sollten. Gebet ist keine Disziplinübung, die uns Gott aufgegeben hat, damit wir Abziehbildchen im Himmel sammeln können. Gott möchte bei uns sein, unsere Freude und unser Leid teilen und uns für seine Sicht öffnen. Wir dürfen als Einzelne und als Gruppen zu Gott kommen und mit ihm reden, wobei wir gerne auch kreativ werden dürfen. Manch einer steht jeden Morgen um 6 Uhr auf und hält seine Stille Zeit, andere gehen mit Gott einen Kaffee trinken. Manche treffen sich früh zum Gebetsfrühstück andere halten spontane Lobpreiszeiten bis nachts um drei die Nachbarn vor der Tür stehen. Und wenn das eigene Gebetsleben mal zu lahmen scheint, darf man sich gerne von anderen inspirieren lassen oder auch mal ein gemeinsames Gebetstreffen mit einer Nachbargruppe veranstalten. Wie auch immer man dieses Gebetsleben im Privaten und in der Gruppe gestaltet, wir sollten dabei nie vergessen, dass es dabei vor allem um die Beziehung zu Gott geht.


Why do I believe?

February 9, 2008

Lately I read a very interesting piece about what people believe in, in a magazine by the German weekly newspaper ZEIT. The article psychologically and scientifically evaluated the question of faith and one observation and the resulting thesis struck me most.
People will believe in anything, no matter how irrational it is (eg. homeopathy)! Anthropologists argue, that there might be an evolutionary advantage for social structures with an inclination to believe in what’s supernatural and/or logically not comprehensible. I’m not going to discuss this thesis, evolutionary psychology always seems full of maybes, circular reasoning and vagaries to me.
Nevertheless, as a result I had to ask myself whether my own faith could be just as arbitrary as any other belief. After all, Christian logic often results in circular reasoning, too, and a lot of simple theology ends with the logical conclusion of “because God said so!” (usually accompanied by an ambiguous bible quote, taken out of context). The whole intelligent design debate is an attempt to prove God’s existence through a circular argument.
Is asking these questions sinful? In the evangelical background I come from questioning the integrity of my own faith might be equated with a first step upon a slippery slide away from God. But if this faith is real (and I deeply believe it is), God is not afraid of these questions and he promised that will let himself be found by anyone who sincerely searches for him. Even, or better: especially as Christians we should allow ourselves to go on a search for the truth, because that’s ultimately what I want to believe in, and not something that’s been handed down by other believers. Ultimate truth will never be fully comprehended by logic (a fact, that has ironically been proven by logic), I’m quite aware of that, but logic is still a very powerful epistemological tool. I’m going to blog on a few of the thoughts I had in the coming days and weeks.