On prayer

This is an article about praying I wrote for the SMD newsletter transparent, it’s in German, if someone feels like translating it into English, feel free :).

Wer betet hier noch?

_Leitungskreis der Hochschul-SMD beschäftigt sich mit Gebet

Stirbt das Beten in der SMD aus? Keine Angst, so schlimm wird es wohl nicht kommen. Doch wer die Semesterberichte der Hochschulgruppen in den letzten Jahren las, konnte leicht den Eindruck gewinnen, dass es um das Gebet in der SMD nicht gut bestellt ist. Aus vielen Gruppen kam das Feedback schwindender Teilnehmerzahlen bei regelmäßigen Gebetstreffen und der Wunsch, gemeinsame Gebetszeiten wieder stärker ins Gruppenleben hineinzunehmen. Aus diesem Grund haben wir (der LdH) die Thematik auf die Tagesordnung eines Leitungskreistreffens genommen.

Wie bei so vielen Glaubensfragen stehen wir auch bei der Frage nach dem Gebet vor einem scheinbaren Paradoxon und vielen ungeklärten Fragen. Wenn es Gott ist der wirkt warum sollen wir dann noch beten? Sind wir verantwortlich für die Missstände in unserem Umfeld, wenn wir nicht für sie beten? Oder noch überspitzter: Sind wir schuld, wenn ein Mensch, für den wir aufgehört haben zu beten, nicht erlöst wird? Kann man jemals „genug“ beten, und wie sieht ein lebendiges Gebetsleben denn überhaupt aus? Ist eine Gruppe die sich jeden Morgen mit 20 Mann zum Gebetsfrühstück trifft aktiver im Gebet, als eine Gruppe, in der dezentral und vielleicht spontaner in Zweierschaften gebetet wird? Mal Hand aufs Herz, wie sieht es eigentlich bei mir persönlich aus? Rede ich regelmäßig mit Gott oder liegt die Bibel mal wieder unter Uni-Büchern vergraben auf dem Schreibtisch?

Es ist wichtig sich diese Fragen regelmäßig zu stellen und sich auch selbst immer wieder zu hinterfragen. Doch wir haben festgestellt, dass das Gebet nichts ist, womit wir uns unter einen falsch verstandenen Leistungsdruck setzen sollten. Gebet ist keine Disziplinübung, die uns Gott aufgegeben hat, damit wir Abziehbildchen im Himmel sammeln können. Gott möchte bei uns sein, unsere Freude und unser Leid teilen und uns für seine Sicht öffnen. Wir dürfen als Einzelne und als Gruppen zu Gott kommen und mit ihm reden, wobei wir gerne auch kreativ werden dürfen. Manch einer steht jeden Morgen um 6 Uhr auf und hält seine Stille Zeit, andere gehen mit Gott einen Kaffee trinken. Manche treffen sich früh zum Gebetsfrühstück andere halten spontane Lobpreiszeiten bis nachts um drei die Nachbarn vor der Tür stehen. Und wenn das eigene Gebetsleben mal zu lahmen scheint, darf man sich gerne von anderen inspirieren lassen oder auch mal ein gemeinsames Gebetstreffen mit einer Nachbargruppe veranstalten. Wie auch immer man dieses Gebetsleben im Privaten und in der Gruppe gestaltet, wir sollten dabei nie vergessen, dass es dabei vor allem um die Beziehung zu Gott geht.

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