Ein paar Links und Informationen zum Thema Kinderpornographie und Internetzensur [updated]

May 10, 2009

Wie kann man denn dagegen sein, dass der Zugang zu Kinderpornographie im Internet gesperrt wird? Oder umgekehrt formuliert: Wie kann man denn dafür sein, dass der Zugang zu Kinderpornographie im Internet frei möglich. Diese Frage muss man sich wohl gefallen lassen, wenn man sich gegen Internetzensur ausspricht. Hat denn der Gesetzgeber nicht das Recht (und die Pflicht) die Verbreitung illegaler Inhalte nach Möglichkeit zu unterbinden? Und letzten Endes: was geht mich dass an? Ich will mir doch eh keine Kinderpornos angucken, also werde ich ja nicht in meiner Freiheit eingeschränkt.

Die Fragen sind legitim, zeugen aber meiner Ansicht nach von einer deutlichen Unverständnis davon wie 1.) das Internet funktioniert und 2.) ein Rechtsstaat funktioniert (wobei ich zu 2. anmerken muss: IANAL, I am not a lawyer, ich lasse mich hier also gerne von Juristen korrigieren :) ).

Hier ein paar Gedanken und Knackpunkte zum Thema:

  1. Kinderpornographie im Internet lässte sich sehr einfach bekämpfen: Schaltet die Server ab! Der generelle Ausrede auf politischer Ebene ist hier, dass der Großteil der KiPo-Server in Ländern steht in denen kein strafrechtlicher Zugriff auf die Betreiber möglich ist! Das ist entweder schlecht recherchiert, oder glatt gelogen. Scusi vom scusiblog hat sich mal die Mühe gemacht und KiPo-Filterlisten aus Australien analysisert. Ergebnis: der Großteil der geblockten Anbieter ist in den USA, Deutschland, Niederlande, Kanade und Australien angesiedelt. D.h. zwei Anrufe (einer beim Staatsanwalt und einer beim Provider) würden langen und der Dreck wäre aus dem Internet entfernt und die Hintermänner auch gleich im Käscher. Link: https://scusiblog.org/?p=807 Read the rest of this entry »

Über den Glauben reden?

May 7, 2009

Es ist ja nun doch einmal so: wenn die Dinge des christlichen Glaubens, wenn unser Vertrauen zu Gott und seinem Wort genau ausgesprochen werden soll, sozusagen in seiner Eigentlichkeit — und es ist immer wieder bitter notwendig, dass das geschieht, damit die Dinge klar werden — dann wird es unvermeidlich sein, dass in aller Unverzagtheit die Sprache Kanaans ertönt. Denn gewisse Lichter und Wegweisungen und tröstliche Warnungen lassen sich direkt eben nur in dieser Sprache sagen. Wer da etwas zu feinfühlig sein wollte und allzu zart mit seiner Seele umgehen wollte — ich glaube, aber mein Glaube ist so tief und innerlich, dass ich die Worte der Bibel nun einmal nicht über meine Lippen bringe, dass es mir schwer fällt, den Namen Gottes auszusprechen, geschweige denn den Namen Christi oder gar des Blutes Jesu Christi oder des Heiligen Geistes — wer so reden wollte, dem würde ich sagen: Lieber Freund, du magst ein sehr innerlicher Mensch sein, aber sieh zu, dass du gewürdigt wirst, deinen Glauben öffentlich zu verantworten.

Karl Barth. §4 Glauben heisst Bekennen. Grundriss einer Dogmatik

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.

Römer 1,16